Trampolin springen

Trampolinspringen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es ist gesund, es macht Spaß, aber es ist leider nicht ganz ungefährlich, wenn Sicherheitsvorkehrungen und Verhaltensregeln nicht beachtet werden.

Hier einige Infos der Expertin & Autorin („Sicher Trampolinspringen“) Pia Zottmann vom TFCG (Trampolin & Freestyle Club Graz) rund um das Thema Trampolinspringen.

Trampolinspringen ist ein toller Sport. Warum ist er gerade für Kinder und Jugendliche so gut geeignet?

Trampolinspringen hat unglaublich viele positive Auswirkungen auf den Körper. Es trainiert die Muskulatur und stärkt die Knochen und Bandscheiben. Zudem hat es auch auf alle Fassetten der Koordination, wie zum Beispiel Balance, Rhythmisierung und Reaktion, einen positiven Einfluss. Das Herz-Kreislauf System wird auch ordentlich beansprucht und die Konzentrationsfähigkeit geschult. Alles in allem setzt Trampolinspringen also viele positive Reize und macht dabei unheimlich viel Spaß.

Sofern keine gesundheitlichen Einschränkungen vorhanden sind, ist das Trampolinspringen für Kinder & Jugendliche gleichermaßen gut geeignet wie für Erwachsene.

Leider steigt die Zahl der Unfälle, in der Steiermark verletzen sich ca 1200 Kinder pro Jahr Unfälle beim Trampolinspringen. Zum Glück nicht alle schwer, aber dennoch eine hohe Zahl.

Was sind die häufigsten Unfallursachen?

Die mit Abstand meisten Unfälle passieren dann, wenn mehr als eine Person am Trampolin springt.

Wenn zu mehrt gesprungen wird, kann es nämlich passieren, dass einem der ganze „Schwung“ genommen wird oder man in die Höhe katapultiert wird. Dadurch klappen die Sprünge nicht mehr wie geplant: Bereits im Absprung kann es sein, dass die Knochen oder Bänder den erhöhten Kräften nicht stand Halten. Zudem landet man mit hoher Wahrscheinlichkeit wo anders als gedacht – z.B. am Rahmen oder im Netz, man stößt mit einer anderen Person zusammen oder fällt sogar vom Trampolin. Je größer der Gewichtsunterschied zwischen den springenden Personen dabei ist, desto größer ist die Gefahr!

Wenn alleine gesprungen wird, passieren Unfälle häufig durch schlechte Landungen am Sprungtuch z.B. auf nur einem Bein oder Landungen auf den Händen, oder auch durch Landungen auf/zwischen den Federn oder auf dem Metallrahmen.

Durch missglückte Saltoversuche passieren zwar nicht so häufig Unfälle, jedoch ziehen diese oftmals sehr schwere Verletzungen nach sich. Daher sollten Saltos nur unter Anleitung gelernt werden. Das ist zum Beispiel im Trampolinverein „TFCG“ oder im „FlipLab“ möglich.

Was kann man tun, um das Risiko für Unfälle zu minimieren?

Es ist wichtig, dass man die Risiken eines Trampolins nicht unterschätzt und die wichtigsten Regeln bekannt sind und eingehalten werden. Das fängt schon beim Aufbau des Trampolins an. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Trampolin eben steht und das unter, über und um das Trampolin keine Gefahrenquellen sind. Sehr wichtig ist auch, dass es ein Sicherheitsnetz - welches während des Springens geschlossen zu sein hat - sowie eine gut befestigte Rahmenabdeckung gibt, die die Federn und den Metallrahmen ordentlich polstern. Diese müssen regelmäßig kontrolliert werden, da sie durch die Witterung und Abnutzung kaputt gehen können!

Wenn neue Sprünge probiert werden, ist die Verwendung einer „Sicherheitsmatte“ ein guter Tipp. Auf ihr landet man weicher als am Sprungtuch und sie nimmt einen Teil des Schwungs weg. Man kann diese leicht selbst basteln: Zum Beispiel eine Schaumstoffmatte aus dem Baumarkt mit einem Deckenbezug überzogen.

Wer ist verantwortlich, wenn doch etwas passiert? (Auch wenn zB. Nachbarskinder das Trampolin nutzen oder Kinder, die mit ihren Eltern zu Besuch sind.)

Prinzipiell gilt hier die Aufsichtspflicht der Eltern.

Was sind aus Ihrer Sicht zusammengefasst die 5 wichtigsten Tipps für sicheres Trampolinspringen?

  1. Immer nur eine Person am Trampolin
  2. Darauf achten, dass ein gut gespanntes Sicherheitsnetz sowie eine gut befestigte und gepolsterte Rahmenabdeckung montiert sind
  3. Trampolin regelmäßig auf Schäden prüfen und dabei gefundene Mängel beheben
  4. Saltos nicht ohne professionelle Hilfe lernen/probieren
  5. Nicht mit Schuhen springen

Wo finde ich mehr und nähere Infos zum Thema „sicher Trampolinspringen“ ?

Gemeinsam mit meinem Vereinskollegen Dieter Hayn habe ich ein Buch über das sichere Springen am Gartentrampolin geschrieben. Es trägt den Titel „Sicher Trampolinspringen. Tipps und Übungen für das Gartentrampolin“ und ist in allen gängigen Buchhandlungen sowie online erhältlich. Es umfasst Erklärungen über die häufigsten Unfallursachen und beschreibt die daraus entstehenden 10 wichtigsten Trampolin Regeln genauer. Zudem beinhaltet es einen vielseitigen Übungsleitfaden mit Illustrationen, an Hand dessen man sich selbstständig Schritt für Schritt zu Hause einige neue coolen und lustige Tricks beibringen kann.


Schwimmen

Sommerzeit ist Badezeit. Gerade Kinder lieben es im Wasser zu toben, zu plantschen und zu schwimmen. Leider ist es auch die Zeit, in der Meldungen von tragischen Badeunfällen mit Kindern zu lesen sind – oftmals mit tödlichem Ausgang.

Hier einige Tipps für einen sicheren Badespaß.

Unterschätztes Risiko Ertrinken

Zum Unterschied zu Erwachsenen ertrinken kleine Kinder lautlos, sie gehen einfach unter. Daher ist die aktive und bewusste Aufsicht so wichtig. Ein kurzes Handytelefonat, ein SMS kann schon genügen und die Folgen sind tragisch.

Unser Tipp: Badezeit ist gemeinsame Zeit mit ihrem Kind, da braucht es keine anderen Aktivitäten. Das stärkt auch das Gemeinsame.

Warum Kinder besonders gefährdet sind:

Kinder können die Gefahren noch nicht richtige einschätzen und das Wasser ist ein attraktives, spannendes Element, das „anziehend“ wirkt.

Was sind die besonderen Gefahren: 

Gerade in vollen Bädern verliert man sehr schnell den Überblick, eine kurze Ablenkung und im Gewusel hat mein sein Kind aus den Augen verloren. Auch die vielen Erwachsenen rundherum sind keine Sicherheit, denn jeder ist mit etwas anderem beschäftigt. 

Welche Verhaltensregeln sind zu beachten:

Ablenkung (Handy, Tablett, Zeitung, ….) haben bei der Aufsicht von Kindern nichts verloren.

Verbote (“du darfst nicht zum Wasser gehen“) ersetzen niemals die Aufsichtspflicht

Schwimmhilfen können eine  Unterstützung sein, schützen aber nicht immer vor dem Ertrinken

Wer ist für die Sicherheit der Kinder verantwortlich?

Aufsichtspersonen müssen immer Erwachsene sein. „Es ist ein Wahnsinn, wenn 10-jährige Kinder mit der Aufsicht von ihren 4-jährigen Geschwistern betraut werden, das ist eine Überforderung der Kinder und auch eine unverantwortliche Übertragung der Verantwortung!“    

Hier die 5 wichtigsten Tipps für einen sicheren Badespaß:

  • Badezeit ist gemeinsames Spielen und Plantschen von Eltern/Aufsichtspersonen und Kindern
  • (Eigen-)können richtig einschätzen, Kinder nicht immer „am Limit“ schwimmen lassen
  • Schwimmhilfen, Luftmatratze, … als Unterstützung mitnehmen
  • Das Umfeld beobachten (gerade beim Baden in Seen und Flüssen)
  • Gefahrenquellen (im Privatbereich) gut absichern


Computer spielen

coming soon....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Blogbeiträge via E-Mail abonnieren.
Facebook
Facebook

Bildung lässt uns Kinder abheben!