Das Online-Kindersymposium am 24. Juni 2020 bildete den Abschluss der Online-Workshopreihe “Die digitale Stadt der Kinder”, bei der sich Kinder mit dem Thema Digitalisierung in ihren Lebenswelten auseinandersetzten.

Kinder diskutieren online mit Expert*innen aus Technik, Stadtentwicklung und Gesellschaft

Ablauf

Beim Online-Kindersymposium ging es schließlich um die Frage, welche Auswirkungen die Digitalisierung für die Zukunft der Stadt hat.

Geplant waren drei virtuelle Diskussionsräume, in denen sich insgesamt 20 Kinder mit erwachsenen Gästen aus den Feldern “Technik”, “Stadtentwicklung” und “Gesellschaft” austauschen.

Aufgrund von technischen Schwierigkeiten konnten aber leider die Schüler*innen der NMS St.Leonhard und der NMS Algersdorf nicht teilnehmen. Daher waren insgesamt nur 4 Kinder, die sich teilweise von daheim einloggten und Kinder vom KinderParlament Graz dabei. Aufgrund der neuen Situation entschlossen wir uns gemeinsam in dieser Gruppe zu diskutieren. Als Thema entschieden wir uns für den Bereich „Gesellschaft“, den Markus Gönitzer vom Forum Stadtpark übernahm. Auch Eva Maria Benedikt von der Stadtentwicklung Graz und Manuel Menzinger von der TU Graz schlossen sich dem Thema an.

Ergebnisse

Bald hat sich ein sehr spannendes Gespräch entwickelt, in das sich alle Beteiligten gut einbrachten. Es wurde sichtbar, dass die Teilnehmer*innen auch unterschiedliche Meinungen oder Erfahrungen zu Themen wie “Online- Kommunikation”, “Digitale Beteiligungsformen”, “Privatsphäre” oder “Datenschutz” haben. Einig waren sich alle Beteiligten, dass digitale Welten den realen Grünraum in der Stadt nicht ersetzen können sowie, dass Entscheidungsfindungen in Bezug auf Digitalisierung ausführliche inhaltliche Diskurse im Vorfeld erfordern.

Einen ersten Überblick zu den Ergebnissen gibt das Graphic-Recording von Karin Blum (Kinderfreunde Österreich):

Graphic Recording by Karin Blum

Das Experiment Online-Symposium

Wann immer Dinge neu entwickelt werden und im Entstehen sind, läuft es nicht immer wie gedacht. Trotz langer, intensiver Vorbereitungen konnten wir unseren Plan nicht ganz erfolgreich durchführen.

Mit diesem Symposium haben wir ganz direkt erlebt, wie sich Digitalisierung auf uns auswirkt. Wir waren der Technik ausgeliefert, wir haben uns eingeschränkt gefühlt, gleichzeitig hatten wir alle den gleichen Raum und alle konnten auf Augenhöhe kommunizieren. In den Pausen fehlten das informelle Austauschen, das Spielen und die Bewegung. Die eine Diskussionsrunde, die stattgefunden hat, wurde anregend, bereichernd und kurzweilig erlebt. Zwischen den Expert*innen und den Kindern fand ein guter Austausch statt. Eine Erkenntnis ist auch, dass der Austausch mit Kindern zum Thema “Digitalisierung” noch viel weiteres Potential hat.

Wir werden den Weg weiter gehen, die technischen Rahmenbedingungen verbessern und aus den Erfahrungen lernen. Wir werden die Inputs nutzen, unsere Tools weiter entwickeln und voll Tatendrang bereit sein, Neues für die Kinder und die Gesellschaft zu erkunden.

Ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden

Denn ohne euer Interesse und eure rege Teilnahme wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen:

  • Alle an den Workshops und am Symposium teilnehmenden Schüler*innen der NMS St. Leonhard/ Digital Mittelschule sowie der NMS Algersdorf sowie des KinderParlaments Graz

Denn sie haben alle den Mut gehabt, Neuland zu betreten, waren bereit, ihre Fachkompetenz einzubringen und mit den anderen zu teilen und haben sich für eine (Stadt-) Entwicklung unter Einbindung der zukünftigen Generation, der jetzigen Kinder, engagiert:

  • Manuel Menzinger, Institut für Softwaretechnologie TU Graz
  • DI Eva Maria Benedikt, Referat Stadtentwicklung und Flächenwidmung, Stadt Graz
  • Markus Gönitzer, Forum Stadtpark

Denn ohne ihr großartiges Engagement und ihre Unterstützung wäre die Durchführung dieses Projektes nicht möglich gewesen:

  • Mag.a Rosmarie Walzl-Wilfling, BEd, NMS Algersdorf
  • Dipl. Päd.in Sigrid Wozonig, BEd, NMS St. Leonhard/ Digital Mittelschule
  • ITG Graz

Bedanken möchten wir uns auch bei DI (FH) Sandra Murg und DI (FH) Wolfgang Weiss vom Digitalinstitut, Joanneum Research, die sich für die Diskussion ebenfalls zur Verfügung gestellt hätten.

Für die wunderschöne und kompetente Zusammenfassung in Form des
Graphic-Recordings:

  • Karin Blum, Kinderfreunde Österreich

Denn ohne euren Beitrag im Online-Symposium-Headquarter wäre alles viel schwerer oder nicht möglich gewesen:

  • Das gesamte Team des Kinderbüros

Das Projekt "Die digitale Stadt der Kinder"

Im Rahmen des Grazer Kulturjahres 2020 initiierten die Kinderfreunde Steiermark gemeinsam mit uns, dem Kinderbüro-Die Lobby für Menschen bis 14 und dem GrazMuseum das Projekt ,,Die digitale Stadt der Kinder“. Eine eigene Workshop-Reihe mit Kindern zwischen 8 und 12 Jahren, aufgeteilt auf 5 Gruppen, sowie ein Online-Symposium förderten die Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung.

Die Ergebnisse werden in der ersten „ZUKUNFTSFABRIK DER KINDER“ in der Kinderstadt BIBONGO im GrazMuseum Anfang Juli weitergedacht und -entwickelt.

Termine:

"Die digitale Stadt der Kinder"

Projektteam:

Kinderfreunde Steiermark: Projektträger
Barbara Binder: Konzept und Projektleitung

Kinderbüro-Die Lobby für Menschen bis 14: Umsetzung Workshops und Kindersymposium
Katja Hausleitner: Konzept und Projektleitung
Anna Riegler: Projektmitarbeit

Projektpartner:

Graz Museum

Fördergeber:

Graz Kulturjahr 2020

Wir Kinder haben zu vielen Themen eine Meinung und möchten gefragt werden!