Die Kinderwerkstatt Leoben arbeitet seit Juni zum Thema Tierschutz. Bereits im Jahr davor lag dieses Thema den Kindern am Herzen. Daher haben die Kinder letztes Jahr schon die Eselrettung Österreich und eine ihrer Weiden in Leoben besucht, um mehr über die Tiere und ihren Schutz zu erfahren. 

Die Kinderwerkstätte Leoben bei der Übergabe ihres selbst gebauten Katzenunterschlupfs.

Heuer war die Tierschutzreferentin Claudia Tatzl, MSc vom Verein „Tierschutz macht Schule“ zu Gast bei der Kinderwerkstatt im Begegnungszentrum Lerchenfeld, um gemeinsam über Tierschutz zu sprechen. Wir lernten, dass die Grundbedürfnisse der Tiere jenen der Menschen sehr ähnlich sind (Nahrungsaufnahme, Schlaf, etc). So wie aber auch jeder Mensch unterschiedlich ist, ist natürlich auch jedes Tier und jede Tierart anders. So Hühner brauchen einen ganz anderen Schlafplatz und Futter als Rinder. Außerdem hängen Tierschutz und Umweltschutz stark zusammen. 

Gemeinsam haben die Kinder nach dem Workshop überlegt, wie sie sich als Gruppe für Tiere engagieren können. Die Wahl fiel auf das Bauen einer Katzenhütte für ein Tierheim, die den Katzen im Freien Unterschlupf bieten kann. Im Herbst haben die Kinder ihr Vorhaben mit Tatendrang umgesetzt.  

Die Kinder haben die Katzenhütte nun an die Tierschutzreferentin übergeben, die sie an ein Tierheim vermittelt, das die Hütte am dringendsten benötigt. 

Die Kinder stellen viele Fragen zum Tierschutz

Zum Abschluss führten die Kinder noch ein Interview mit Claudia Tatzl, MSc zum Thema Tierschutz:  

Was kann jede und jeder von uns im Alltag machen, damit es Tieren gut geht? 

Claudia Tatzl, MSc: Tierschutz klingt immer wie so eine große Geschichte: Man muss ganz viel Geld haben oder eine wilde Rettungsaktion starten. Aber das braucht es gar nicht, weil wir alle können sehr viel im Alltag tun! 
Das wäre zum Beispiel, die eigenen Tiere gut und artgerecht zu behandeln. Dass ich mir, bevor ich ein Tier nehme, Gedanken mache, ob ich überhaupt gut für das Tier sorgen kann. Habe ich genug Geld? Kann ich es behalten, bis es stirbt? Wie alt wird es? Möchte ich dieses Tier so lange haben? Ein Hund wird z.B. 10-15 Jahre alt. 
Es macht einen Unterschied, ob ich mir einen Hund, eine Katze, Fische oder Meerschweinchen nach Hause hole. Und da muss ich mich vorher gut informieren: Was braucht das Tier denn genau, damit es ihm gut geht? 
Tierschutz ist aber zum Beispiel auch, wenn du siehst, dass es einem Tier irgendwo schlecht geht und  du dann einschreitest. Du kannst z.B. einen Erwachsenen, ein Tierheim oder den Amtstierarzt darüber informieren. Die wissen dann, wie sie reagieren können, damit es dem Tier in Zukunft hoffentlich besser geht.  
Du kannst auch an eine Tierschutzorganisation spenden, die sich um arme Tiere kümmert, die gerettet werden müssen. 
Und du kannst natürlich alles, was du über Tierschutz weißt und gelernt hast, auch anderen Kindern und Erwachsenen weitergeben. Je mehr die Leute über Tierschutz Bescheid wissen, desto besser geht es den Tieren! 

Ist dir Tierschutz wichtig, wenn ja warum? 

Julia, Kinderwerkstatt (9 Jahre): „Mir ist Tierschutz sehr wichtig, weil mir Tiere am Herzen liegen.“ 

U., Kinderwerkstatt (13 Jahre): „Mir ist Tierschutz (gemeint: Artenschutz) wichtig, weil wenn Tierarten aussterben, beeinflusst es das Gleichgewicht in der Pflanzen- und Tierwelt.“ 

Hast du schon einmal etwas gemacht, um ein Tier zu schützen? Wenn ja, wie? 

Julia, Kinderwerkstatt (9 Jahre): „Ich habe zwei Jungs vertrieben, die eine Katze verletzen wollten und danach die Katze an einen sicheren Ort gebracht.“ 

Auch du möchtest bei der Kinderwerkstatt mitmachen? Alle Leobener Kinder von 7-14 Jahren können jederzeit einsteigen. Im Frühjahr werden wieder eure Themen gesammelt und abgestimmt, woran in der Kinderwerkstatt gearbeitet werden soll. 

Anmeldung unter: romana.rossegger@kinderbuero.at oder 0650 / 8336613 familie@leoben.at bzw. 03842 4062-278 an. Du wirst per SMS über die Termine informiert und findest sie auch unter www.leoben.at 

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