Die Kinderbürgermeisterin Lucia Havrillova wurde von Stadträtin Elke Kahr zu der Ausschusssitzung am 15.9.2021 eingeladen.

Lucia bekam hiermit zum ersten Mal die Möglichkeit Anliegen der Kinder in dieses Gremium einzubringen. Die Rede der Kinderbürgermeisterin wurde ins Protokoll der Sitzung aufgenommen, damit alle Beteiligten des Verkehrsausschusses die Anliegen der Kinder auch in schriftlicher Form vorliegen haben.

Sie sprach sehr viele Themen an, die in der Stadt verbessert werden sollten.

  • Die Autofahrer:innen haben bei den Kreuzungen viel länger grün als die anderen Verkehrsteilnehmer:innen. Die Grünphasen für Autos sind zirka 50 Sekunden und die Radfahrer:innen und Fußgänger:innen haben nur 10 Sekunden, um über die Straße zu kommen.
    Bei dieser Ampelschaltung wird eine Gruppe von Menschen bevorzugt. Wenn wir wirklich wollen, dass wir ein durchgängiges Fahrradnetz möchten, dann gehört das auch dazu, dass bei einer Ampel die Menschen, die zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren auch nicht länger warten müssen als die Menschen, die mit dem Auto fahren.

  • Die Grünphasen-Gleichschaltung von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen mit den abbiegenden Autos ist für Kinder und Jugendliche viel zu gefährlich. Solche Ampelschaltungen sollten nicht erlaubt sein.

  • Der derzeitige Radweg durch den Augarten kann sehr gefährlich für alle Parknutzer:innen werden, deshalb sollte es einen sicheren und schönen Radweg am rechten sowie am linken Murufer geben.

  • An vielen Orten fehlen Fahrradabstellplätze. Es ist wichtig, dass man das Fahrrad dort abschließen kann und nicht nur anlehnen. Das ist bei vielen Abstellplätzen umständlich oder gar nicht möglich.

  • Bei manchen Stellen ist es als Fahrradfahrer:in umständlich, an den Druckknopf zu gelangen. Meist muss man den Fahrradweg dafür verlassen und teilweise auf dem Zebrastreifen fahren.

  • Es sollte mehr Fahradspielplätze in der Stadt geben, wo Kinder einfach Spaß haben und sie das Fahrradfahren trainieren können.

  • Unübersichtliche Übergänge sollten mit guten Lösungen sicherer gemacht werden, weil Kinder auf Grund ihrer Größe nicht so gut gesehen werden und Kinder oft weit nach vorne gehen müssen, um zu sehen, ob es frei ist oder ein Auto kommt.

Das gesamte Statement der Kinderbürgermeisterin mit allen Anliegen und Verbesserungsvorschlägen und den von Lucia überprüften Kreuzungen und Ampelphasen finden Sie hier.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmer:innen des Verkehrsausschusses und insbesondere bei Stadträtin Elke Kahr und Ausschussvorsitzenden Georg Topf!

Wir hoffen, dass einige Anliegen umgesetzt werden. Das KinderParlament bleibt auf jeden Fall dran.

Ohrfeigen tun weh.