von Kerstin Baumgartner

Die fortschreitende Digitalisierung und die Verschiebung des Lebens in die digitale Welt können dazu führen, dass Kinder sich immer mehr der Natur entfremden. Viele Eltern und Pädagog:innen wirken diesem Phänomen instinktiv entgegen, indem sie die Kinder raus in die Natur schicken. Regelmäßige Aufenthalte und Erlebnisse in der Natur sind für die kindliche Entwicklung unerlässlich. Denn Kinder brauchen Zeit, um in der Natur aufzuwachsen. Wenn Kinder Regen, Schlamm, Wälder, Strände, Berge erkunden, öffnen sich für sie viele neue Welten.

Der Wald eignet sich besonders an heißen Sommertagen sehr gut, da er durch seine Blätter und Äste eine wärmedämmende Schicht über dem Wald bildet und so ein angenehmeres, kühleres Klima schafft. Hier findest du ein paar Spiele, durch die Kinder den Wald spielerisch kennenlernen können.

Künstler des Waldes - Waldmandala gestalten

  • Mache dich auf die Suche nach verschiedenen Materialen (Blätter, Äste, Blumen, Kastanien, Eicheln etc.) im Wald.
  • Sammle so viele Gegenstände wie du möchtest. Denke nur daran, dass du einige brauchen wirst – sammle also mindestens 12 Gegenstände.
  • Suche dir einen ebenen/geraden Platz, wo du aus deinen gesammelten Gegenständen ein Mandala legen kannst.
  • Viel Spaß beim Gestalten deines Mandalas!

(c)Kerstin Baumgartner

Finde mich! Bäume unterscheiden lernen

Um dieses Spiel durchführen zu können, müsst ihr mindestens zu zweit sein.

  • Ein Kind schließt nun die Augen (du kannst auch eine Augenbinde verwenden). Nun führst du das Kind mit geschlossenen/verbundenen Augen zu einem Baum. Du darfst den Weg bestimmen, den ihr geht.
  • Habt ihr den Baum erreicht, darf das Kind, das nichts sieht, den Baum befühlen.
  • Nun bringst du das Kind wieder an den Ausgangspunkt und die Augenbinde darf abgenommen/die Augen dürfen geöffnet werden.
  • Jetzt muss das Kind den Weg von vorhin gehen und den Baum finden, den es befühlt hat.

Mikado mal anders!

Mikado ist ein bekanntes Spiel am Tisch mit kleinen Mikadostäben. Auch in der Natur gibt es Mikadostäbe: Äste in vielen verschiedenen Größen. Mit großen Ästen ist dieses Spiel gleich eine ganz neue Herausforderung.

  • Sammelt im Wald liegende Äste und Stöcke
  • Sucht einen freien und geraden Platz zum Spielen
  • Nehmt alle Äste zusammen und lasst die Äste fallen, sodass ein wildes Durcheinander entsteht.
  • Jetzt dürft ihr abwechselnd ganz vorsichtig einen Ast nach dem anderen herausziehen/abnehmen.
  • Wenn ein anderer Ast während deinem Spielzug wackelt, ist der Nächste dran.
  • Gewonnen hat das Kind, dass es geschafft hat, am meisten Äste herauszuziehen, bevor der Äste-Turm zusammengebrochen ist.

Windspiel basteln

Halte deine Augen offen während du durch den Wald gehst und sammle mindestens 5 Gegenstände, die sich für ein Windspiel eignen (keine großen Äste).

  • Jetzt darfst du einen schönen Ast suchen, der circa so lange ist wie dein Fuß.
  • Bist du wieder zuhause angekommen, lege deine Fundstücke auf und binde Fäden/Schnüre daran.
  • Knote jetzt alle Fundstücke an deinen Ast und befestige zusätzlich noch eine Schlaufe an dem Ast, damit du das Windspiel aufhängen kannst.
  • Wenn du möchtest kannst du dein Windspiel noch verzieren und bemalen.

Sicherheit geht vor

Spielen im Wald macht großen Spaß, allerdings sollte man ein paar Dinge beachten, damit es keine bösen Überraschungen gibt:

  • Kinder sollten im Wald nicht unbeaufsichtigt sein
  • Wenn du mit dem Wald nicht vertraut bist, gehe nicht zu weit hinein. Viele unterschätzen die Gefahr, sich zu verlaufen.
  • Nach dem Spielen im Wald sollten alle kontrollieren, ob sie sich Zecken eingefangen haben und diese gegebenenfalls schnell entfernen.
  • Aufpassen bei wilden Beeren! Im Zweifelsfall lieber nicht essen, da sie giftig sein könnten.

Viel Spaß beim Spielen!

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Ohrfeigen tun weh.